Die Wartburg - UNESCO Weltkulturerbe

Der Reformator Martin Luther fand hier 1521 Schutz für die Übersetzung des Neuen Testaments

Ein Ausflug führt uns im Mai 2017 nach Eisenach sowie auf die Wartburg. Für die etwa 130 Kilometer von Sangerhausen aus benötigen wir etwa 1 Stunde Fahrzeit.

Tosend stürzt sich das Harzflüsschen ins Tal

Von Drei-Annen-Hohne zum schönsten Wasserfall im Harz - Reizvolles Wandergebiet - Tourlänge etwa 4 Stunden

Das Waldgasthaus "Steinerne Renne" ist im Harz ein beliebtes Wanderziel. Direkt daneben stürzt sich das Flüsschen Holtemme tosend ins Tal.

DREI-ANNEN-HOHNE. Eine Operninszenierung könnte nicht interessanter sein, als unser attraktiver Blick auf den schönsten Wasserfall des Harzes. Von der weitläufigen Terrasse der beliebten Waldgaststätte "Steinerne Renne" lauschen wir dem Rauschen des Wasserfalls der Holtemme. Wir beobachten, wie das schäumende Gebirgsnass über die steilen Kaskaden springt und tosend 200 Meter tief zu Tal stürzt. Dabei wirbelt feine Gischt auf und benetzt unser Gesicht.

Zu dieser sehr abwechslungsreichen Harzwanderung sind wir im Mai 2017 in Drei-Annen-Hohne gestartet. Auf unserem Weg passieren wir das Naturerlebniszentrum Hohnehof. Unsere nächste Station ist der Ottofelsen, der sich 36 Meter in den Himmel reckt. Die hohe Granitklippe ist ein Naturwunder und gehört zu den schönsten und beliebtesten Aussichtsfelsen im Harz. Den Gipfel zu erklimmen ist nicht so einfach. Wir erreichen ihn nur über sehr steile Eisenleitern. Doch die Mühe wird durch die schöne Aussicht belohnt. Der Panoramablick reicht hinüber zum Brocken, nach Wernigerode und weit in das nördliche Harzvorland hinein. Namensgeber des Felsens ist Fürst Otto zu Stolberg-Wernigerode. Weiter führt unser Weg zum heutigen Tagesziel - der Steinernen Renne. Sie ist ein wilder Flußabschnitt und der Name eines Gasthauses am Lauf der Holtemme.

Eisenleitern führen auf den Gipfel des Ottofelsens. Er ist ein Naturwunder und bietet vom Gipfel einen schönen Blick über den wild-romantischen Harz.

 

Hexentreiben - Höllenlärm - Teufelsspuk


Wanderung von Braunlage nach Schierke ins Epizentrum der Walpurgisnacht - Rauf auf die Besen und los - Gehzeit 4 Stunden


SCHIERKE. Eine erlebnisreiche Wanderung führt uns von Braunlage über die Schnarcherklippen ins Epizentrum der Walpurgisnacht nach Schierke.
Wir wandern durch lang gestreckte Täler, hohe Tannenwälder, durchstreifen weite Wiesen und erklimmen Felstürme aus Granit. Bei unserer Wanderung im April 2017 erleben wir wechselnde Aussichtspunkte, duftende Frühlingsblumen, scheue Wildtiere sowie geologische Besonderheiten. So wie die Schnarcherklippen - jene zwei 27 Meter hohen "Granittürme". Sie sind ein eindrucksvolles Naturdenkmal. Johann Wolfgang von Goethe besuchte sie 1784. Er setzte den Granitfelsen im "Faust" ein Denkmal.
Am Ende der Tour gibt unser Schrittzähler die Gesamtstrecke mit 13 Kilometern an.

Über die "Straße der Lieder" zum Josephskreuz

Von Stolberg zum eisernen Doppelkreuz -  Eine Tour durch die erwachende Natur - Tourlänge etwa 5 Stunden

STOLBERG. Ein beliebtes Ausflugsziel ist das Josephskreuz auf dem Großen Auerberg im Landkreis Mansfeld-Südharz. Das stählerne Bauwerk gilt als Wahrzeichen des Südharzes. Es ist das größte eiserne Doppelkreuz der Welt und zieht jedes Jahr zahlreiche Touristen auf den 579 m hohen Berg. Auch wir schnüren im April die Wanderschuhe und starten unsere erste längere Wanderung. Dazu stellen wir am Bahnhof in Stolberg unser Auto ab. Vom Parkplatz führt unsere Tour durch das liebliche Harzstädtchen. Vorbei am Museum "Alte Münze", dem schlanken Saigerturm und dem sehenswerten Rathaus, nimmt uns nach einger Zeit der Wald auf. Auf einem breiten, teilweise sehr steilen Forstweg gewinnen wir an Höhe. Dabei begleiten uns gewaltige Bäume eines Mischwaldes. Überall beginnt es zu grünen. Die Natur erwacht aus dem langen Winterschlaf. So zeigt sich an den gewaltigen Buchen das erste zarte Grün. Mittlerweile haben wir die Anstiege hinter uns gelassen. Der Weg verläuft fast eben. Doch als wir auf die "Straße der Lieder" abbiegen, ändert es sich schlagartig. Es geht wieder steil bergan. Wir passieren die Stationen an der Liederstraße, die einst Gotthilf Fischer mit einweihte. Dann haben wir es geschafft. Langsam schiebt sich der grüne Turm aus Stahlfachwerk ins Bild. Neben dem Brocken zählt der Auerberg zu den markanten Punkten des Harzes. Auf dem Gipfel reckt sich seit 1896 das Josephskreuz, benannt nach dem Grafen Joseph zu Stolberg-Stolberg. Ein Aufstieg über die 200 Stufen hinauf zur Aussichtsplattform lohnt sich auf jeden Fall. Sie wird mit einem herrlichen Rundumblick über den Harz bis hin zum Brocken belohnt.

Wanderung durch ein duftendes Blütenmeer

Rennweg - Von Ichstedt zum Gietenkopf - Blühende Obstbäume und knorrige Linden - Tourlänge etwa 3 Stunden

ICHSTEDT. Das schöne Wanderwetter am Karfreitag lockt uns in die Natur. Unser Ziel ist der Gietenkopf im Kyffhäusergebirge. Die Tour starten wir in Ichstedt, im Kyffhäuserkreis in Thüringen. Das erste Stück des Rennweges verläuft gemeinsam mit dem asphaltierten Kyffhäuserradweg. Er führt von Ichstedt nach Tilleda und zur Königspfalz. Der gepflegte Weg ist mit unterschiedlichen Obstbäumen eingefasst, die jetzt in voller Blüte stehen. Nach geraumer Zeit biegt der Rennweg nach links ab. In kurzer Entfernung beginnt die Ichstedter Lindenallee. Rechts und links des Weges stehen die uralten knorrigen Linden. In den Wipfeln grüßt das erste Frühlingsgrün. Der Weg geht stetig bergauf. Das Ende der Lindenallee geht fast nahtlos in einen dichten Wald über. So erreichen wir nach gut 1,5 Stunden unser Tagesziel - den Gietenkopf. Hier genießen wir die prächtige Aussicht zum Kyffhäuserdenkmal.

Den Rückweg wählen wir über Tilleda. Schon als wir aus dem Wald kommen, schauen wir auf ein schier unübersehbares Meer der blühenden Kirschbäume in den Streuobstwiesen. Hier blühen über 50000 Obstbäume. Sie verwandeln die Landschaft zu Füßen des Kyffhäuserdenkmals in ein duftendes Blütenmeer. Dann erreichen wir den Radweg nach Ichstedt.

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Zwischen Bärlauchduft und Baumblüte

Auf dem Karstwanderweg - Von der Queste zum Bauerngraben - Tourlänge etwa 3 Stunden

QUESTENBERG. Der jährliche Höhepunkt an der Queste findet zweifelsfrei immer zu Pfingsten statt. Doch diesen Zeremoniell haben wir schon mehrfach beigewohnt, und so entschliessen wir uns, bereits am Ostersonntag auf Tour zu gehen. Dabei stört uns das sehr durchwachsene Aprilwetter nicht. Im Ort stellen wir unser Auto ab und machen uns an den doch recht beschwerlichen Aufstieg hoch zur Queste. Schon in der Hälfte des steilen Weges brennen mir die Waden und Oberschenkel. Eine kurze Verschnaufpause ist nötig. Dann können wir aufatmen, das steilste Stück liegt hinter uns.

Das Wahrzeichen des Ortes ist die Queste. Sie ist Symbol für einen Jahrtausende alten germanischen Sonnenwendkult. Diese Tradition lebt in dem jährlichen Questenfest weiter. Es wird stets zu Pfingsten gefeiert. Die Organisatoren versprechen: Wer die Begrüßung der Sonne am Pfingstmontag auf dem Questenberg mit erlebt, kann sich dem Zauber von Tradition und Landschaft nicht mehr entziehen.
Der erste Teilabschnitt unserer Wanderung führt durch dichten Buchenwald. Zu Füßen der gewaltigen Baumriesen dominiert im tiefen Grün der schmackhafte und geruchsintensive Bärlauch. Wir spüren, die Natur erwacht. Das können wir mit allen Sinnen erleben: sehen, hören, riechen und schmecken. Nur wenige Schritte weiter öffnet sich der Wald und entläßt uns auf eine breite Streuobstwiese. Hier blühen die alten und knorrigen Bäume im strahlenden Weiß. Nach geraumer Zeit erreichen wir auf einer leichten Anhöhe eine Sitzraufe, sie lädt zur Pause ein. Der Standort ist klug gewählt, denn direkt vor uns ducken sich die Häuser von Agnesdorf in das schmale Tal. Weiter geht es über den gut ausgeschilderten Karstwanderweg bis zum Parkplatz Bauerngraben an der Ortsverbindungsstraße Roßla - Agnesdorf. Wir überqueren die Straße und sind wieder im dichten Laubwald auf einem leicht begehbaren Wanderweg. Hier blühen um die Bäume die Anemonen in einem wahren Blütenmeer. Diese bunten Frühblüher begleiten uns bis zum Bauerngraben. Neben dem Namen "Bauerngraben" wird das Gewässer oftmals auch "periodischer See" oder "Hungersee" genannt. Dieses ungewöhnliche Phänomen ist je nach Lust und Laune der Natur mal mit Wasser gefüllt oder leer. Bei unseren Besuch entdecken wir nur eine kleine Pfütze. Nach der Umrundung geht es zurück nach Questenberg.
Im Herzen des gepflegten Dörfchens wacht eine hölzerne Rolandfigur über Recht und Ordnung. Dahinter erhebt sich auf einem bewaldeten Bergsporn eine Burgruine mit uralten Wallanlagen.

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Der HARZ

Märchenhaft schön und wild romantisch

Über mich

Fotografie ist Leidenschaft - Sie ist eins der faszinierendsten und kreativsten Hobbys überhaupt. Schon als kleiner Bub bin ich mit der Pouva Start um den Hals auf Fotopirsch gegangen. Im Laufe der Jahre entwickelte sich nicht nur die Technik weiter, sondern auch ich. So studierte ich u.a. Journalismus in Leipzig.
Und so kam es, dass ich bei meiner täglichen Arbeit als Redakteur die Kamera stets an meiner Seite hatte. Hier gab es die Schnittmenge von Hobby und Beruf. Was kann es Schöneres geben? Das änderte sich auch nicht, als ich zu Wendezeiten von der Mitteldeutschen Zeitung als Redakteur übernommen wurde.
Dann folgte ein gewaltiger Quantensprung - Die Digitalkamera war auf dem Markt. Mit ihrer Einführung entfiel die tägliche, aufwendige Entwicklungsarbeit der Filme und Bilder im dunklen Rot-Licht-Labor. Später spezialsierte ich mich in der Freizeit auf den Bereich Makrofotografie.
Fortan waren Bienen, Wespen und Hornissen meine Modells - Keine ganz leichten Motive. Aber mit einer unendlichen Ausdauer und dem Quentchen Fotografenglück erwischt man die Stachelträger doch mal in einer fotogenen Pose.
Obwohl ich nun schon mein Pensionärsleben geniesse, bin ich dieser Fotoleidenschaft immer noch verfallen. Es ist einfach faszinierend, den Augenblick mit der Kamera festzuhalten.